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Urlaub in Istrien 2001

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Es war unser erster Besuch in Istrien und gleich vorweggenommen, wir waren positiv überrascht. Wir hatten ein Appartement in Porec gemietet. Man konnte uns aber im Reisebüro nicht genau sagen, wo wir eingemietet würden, dies entscheide sich dann erst vor Ort. Wir hatten Glück, in einem Vorort, Spadici, in einer Einzelhaussiedlung, bekamen wir unser 'Heim', zwei Zimmer, Küche und Bad, große Terasse, Garten, gemauerter Grill, Blick aufs Meer und Sonnenuntergang. Unsere Vermieter, ein junges Paar, waren sehr hilfsbereit und haben sich bemüht, unsere Wünsche zu erfüllen.

Da wir für unseren 14 tägigen Aufenthalt einen Wagen gemietet hatten, sind wir viel im Land umhergefahren. Erstaunt hat uns , wie grün Istrien ist. Irgendwie hatten wir ein karges Land erwartet. Das Gegenteil war der Fall, viele Wälder, grüne Wiesen, Landwirtschaft und Weinbau.

Die Städte in den Küstenregionen sind sicher sehr auf Tourismus ausgerichtet und doch -einige haben sich ihren alten Charme bewahrt. Alte Häuser, Palazzi, schmale verwinkelte Gassen, Strassenpflaster, über das schon die Römer hätten gegangen sein können. In den Abendstunden, bis tief in die Nacht hinein, herrscht in diesen Orten ein Gedränge und Geschiebe. Man findet aber auch dann noch immer wieder ruhige Plätze, stille Ecken, die von Touristen wohl übersehen wurden. In Porec gibt es ein Weltkulturerbe: die Eufrasiana Basilika . Man sollte dafür ruhig etwas Zeit übrig haben. Auch ein Besuch des Marktes in den frühen Morgenstunden lohnt sich. Hier bekommt man frischen Fisch, gerade geerntetes Obst und Gemüse, Brot, Fleisch und Käse.

Eine der vielleicht schönsten Städte dürfte Rovinj sein. Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, sollte man den etwas mühseligen Aufstieg auf den Turm der Kirche Sv. Eufemija machen. Man wird dafür aber auch mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Die roten Dächer der Altstadt, der weite Blick aufs Meer und die Inseln und auf einen sagenhaften Sonnenuntergang. Die Altstadt wirkt sehr 'italienisch', fast wie ein Gemisch aus Alt-Neapel und Venedig. Abseits der Touristenwege, in den frühen Abendstunden, kommt es einem vor, als habe jemand im Mittelalter die Zeit angehalten.

Eine unserer Touren führte uns zu mehreren Bergdörfern. Alle aufzuzählen, wäre zuviel. Generell aber kann man sagen, auch hier hat jemand die Zeit angehalten. Teilweise sieht man den Zerfall aber vielfach ist erhalten worden, restauriert. Das vielleicht bekannteste Bergdorf ist sicherlich Groznjan in dem sich viele Künstkler niedergelassen haben und ihre Ateliers und Galerien betreiben. In den Sommermonaten üben hier junge Musiker und man geht durch dieses verträumte Städtchen und von überall her ertönt Musik.

Einen herrlichen Ausblick aufs Land hat man von Montovun . Alte Burgmauern, enge Gassen, steile Straßen und 1252 Stufen, die den Berg hinauf führen. In der kleinsten Stadt der Welt (17 Einwohner), Hum, ist innerhalb der ursprünglichen Stadtmauern seit dem 11. Jahrhundert nicht mehr neu gebaut worden. Damit ist ein fast einzigartiger Zustand erhalten worden. Noch eine Besonderheit: die Wahl des Bürgermeisters. Er wird nur auf ein Jahr gewählt, die Wahl findet öffentlich statt. Dazu erhält jeder Stimmberechtigte ein 50 cm langes Weichholz und ein Schnitzmesser. Für jeden Kandidaten ist eine bestimmte Kante des Stabes vorgesehen. Wer dann die meisten Kerben auf den Stimmhölzern hat, wird Bürgermeister. Das einzige Wirtshaus der Stadt, das "Humska Konoba", mit vorzüglicher einheimischer Küche. Die Spezialitäten des Hauses: Istrische Rotwein-Suppe und Maultaschen "Fuzi" . Ein Besuch lohnt sich allemal, auch ein Abstecher in die Kapelle auf dem Stadtfriedhof (wertvolle Freskenreste). Hum war das Zentrum der alten slavischen Schrift 'Glagoliza'.

Auf unserer Fahrt nach Rabac haben wir in Labin Zwischenstation gemacht. Hier sollte man den Kirchturm besteigen, da man einen herrlichen Ausblick ins Land und auf die Inseln hat. Rabac selbst ist Tourismus pur. Wer's mag...

Ein lohnendes Ausflugsziel, auch wenn weit entfernt, ist der Nationalpark Plitvitzer Seen . Von Porec mit dem PKW, je nach Verkehr, in 3-4 Stunden erreichbar. Man sollte die Küstenstraße bis Senj fahren, so bekommt man noch einen Eindruck von der Landschaft und hat die Inseln auf der rechten Seite. (Vorsicht, Verkehrsregeln sind wohl weitgehend außer Kraft gesetzt). Von Senj geht es dann über den Vratnik-Paß, wundervoller Ausblick auf die Adria und die Inseln, ins Landesinnere. Hier sieht man dann auch die Spuren des Krieges und Armut. Ausgebrannte Häuser, Häuser mit Einschüssen übersät, Ruinen. Die Straße führt durch eine grüne Hochebene. Überall am Straßenrand bieten die Bauern Wein, Käse und Honig feil. (Tanken nicht vergessen, da seltener als in Istrien !). Es bietet sich an, auf dem Parkplatz des 2. Eingangs zu parken. Von hier erreicht man die Mitte der Seenkette. Eintritt 80kn. Die berühmten Wasserfälle und Kaskaden befinden sich überwiegend im mittleren Bereich und bei den unteren Seen. Je nach Zeit sollte man das Elektroboot über den Jezero See benutzen. Das kristallklare Wasser läßt einen weit auf den Grund sehen. Beeinflußt durch die chemische Zusammensetzung leuchtet das Wasser, je nach Tiefe und Lichteinfall , in unvorstellbaren Blautönen. Die Fahrt über den See ist ein Genuß. Zu Fuß geht es dann an den kleinen Seen mit ihren Wasserfällen und Kaskaden zum Plilvica Wasserfall, dem höchsten. Auf dem Rückweg sollte man über die (steile) Steintreppe links vom Wasserfall den Wanderweg oberhalb der Seen benutzen. Man hat einen herrlichen Ausblick auf die unteren Seen. An der Bootsstadion nimmt man wieder das Boot, dann vom Anlegepunkt aus geht man in Richtung Proscansko See. Man kommt durch eine Landschaft, die verzaubert zu sein scheint. Kleine Gewässer, moosbewachsene Felsen, über die das Wasser fließt, überall gurgelt und rauscht es. Diese kleinen Teiche und Seen sind ganz klar und sehr fischreich. Eigentlich braucht man zwei Tage, wenn man den oberen See und noch etwas Umgebung sich ansehen will, vielleicht auch einen der 40 Braunbären, die hier frei herumlaufen. Unterkünfte kann man in unmittelbarer Nähe zum Park finden.

Auch die Tropfsteinhöhle Baredine in der Nähe von Porec, mit seinen seltenen Lurchen, ist ein Besuch wert.

Pula, die größte Stadt Istriens hat viel Geschichtliches zu bieten. Sie beherbergt das 5. größte Amphitheater der Welt, welches von den Römern erbaut worden war. Es ist auch eins der besterhaltenen, da sehr früh (11. Jahrhundert) das 'Plündern' der Steine unter Strafe gestellt worden war. Leider sind die Sitzreihen doch verschwunden. Heute wird es für Freiluftaufführungen: Opern, Konzerte, Theater und Musikveranstaltungen, benutzt. Da es nahe am Meer an einem Hang liegt, kann man hier stimmungsvolle Sonnenuntergänge erleben. Aber auch sonst hat Pula noch interessantes zu bieten: am ehemaligem Forum steht der römische Augustustempel und schöne Palazzi aus venizianischer Zeit. Ebenso findet man Gebäude aus der k.u.k.-Zeit.

Baden: man muß wissen, es gibt fast nur scharfkantigen Steinstrand, Badeschuhe zu tragen empfiehlt sich daher dringend. Das Wasser ist sehr klar und sauber.

Fauna: des öfteren kann man an Blumen nektarsaugende und wie Kolibris fliegende 'Tiere' beobachten. Auf den ersten Blick glaubt man auch wirklich, einen sehr kleinen Kolibri vor sich zu haben. Meist bleibt auch nicht viel Zeit, sich das Tier näher anzusehen, sonst könnte man erkennen, dieses Tier hat sechs Beine und das was man für einen Schnabel hält, ein Rüssel ist. Es ist 'nur' ein Schmetterling, Kolibrimotte bzw Taubenschwänzchen.

 

Istrien ist ein Urlaub wert.

cdwelte 2001

 

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